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Aktivitäten:
  • 13. Nov. - 19. Nov.
  • 20. Nov. - 26. Nov.
  • Menueplan:
  • 20. Nov. - 26. Nov.
  • 27. Nov. - 03. Dez.
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    Bambusgarten - Wohngruppe für Demenzerkrankte
       
     

    DINGE DIE MAN ALS KIND GELIEBT HAT,
    BLEIBEN IM BESITZ DES HERZENS
    BIS INS HOHE ALTER.
    DAS SCHÖNSTE IM LEBEN IST,
    DASS UNSERE SEELEN NICHT AUFHÖREN AN JENEN ORTEN ZU VERWEILEN,
    WO WIR EINMAL GLÜCKLICH WAREN.
    Kahil Gibran

    In den letzten vier Jahren ist die Anzahl der Menschen mit Demenz um 9% gestiegen, ganz einfach, weil die Bevölkerung immer älter wird (aus Alzheimer INFO Nr. 48).
    Auch wir in der Hofmatt werden mit der stetigen Zunahme der Diagnose "Demenz, Alzheimer-Krankheit" konfrontiert. So lag es auf der Hand, dass bei unserem Um- und Anbau-Vorhaben die Errichtung einer Dementenabteilung unbedingt möglich sein musste, weil demente Menschen andere Bedürfnisse mit Bezug auf Betreuung und Pflege haben, als andere alte und pflegebedürftige Personen. Wir besuchten Heime, welche bereits Erfahrungen mit einer Dementenabteilung gemacht haben und konnten uns so optimal für unser Projekt Betreutes Wohnen im Bambusgarten vorbereiten.
    Am 21. Februar 2007 war es dann so weit: Unser Bambusgarten – die Abteilung für demenzbetroffene Menschen – wurde in Betrieb genommen. 9 BewohnerInnen finden hier ein Zuhause. Zudem bieten wir auf dieser Abteilung 1 Tages-/Ferienplatz an. Das bestens motivierte BetreuerInnen-Team unter der Leitung von Daniela Müller richtet seine Unterstützung, Pflege und Betreuung nach den Bedürfnissen und Gewohnheiten dieser BewohnerInnen aus.
    Aus dem Bericht von Daniela Müller
    Wir unterstützen die BewohnerInnen bei der Erhaltung ihrer Ressourcen und bestärken sie, noch selber tätig zu sein.
    Wir respektieren die Einzigartigkeit jedes Einzelnen und berücksichtigen seine früheren und aktuellen Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten.
    Wo nötig, geben wir diplomatisch und diskret Hilfe und Unterstützung. Die wertschätzende Haltung ist für uns alle selbstverständlich.
    Der demente Bewohner lebt meistens in einer anderen Realität. Er betrachtet seine jeweils aktuelle Gedankenwelt als wahr und richtig und widersetzt sich - unbewusst – unseren Normen und Werten. Das ist ein Teil des Wesens dieser Krankheit und wir müssen lernen, damit umzugehen.
    Demenzbetroffene können an einem Tag ganz verschiedene Fähigkeiten zeigen. So sind auch wir Mitarbeiterinnen gefordert, uns im Laufe eines Tages sehr häufig auf verschiedene, wechselnde Realitäten einzulassen.

    Was macht Wohlbefinden aus?
    Das Gefühl, etwas wert und für andere wichtig zu sein
    Das Gefühl, etwas tun zu können, wichtig zu sein
    Das Gefühl, mit anderen in Kontakt zu treten, eine Antwort zu erhalten
    Das Gefühl, akzeptiert und verstanden zu werden
    Das Gefühl der Hoffnung und des Vertrauens

    Von diesen Grundgefühlen ausgehend, gestalten wir den Alltag im Bambusgarten
    Bei der Pflege und Betreuung richten wir uns nach den Bedürfnissen und Gewohnheiten unserer BewohnerInnen.
    Damit die noch vorhandenen Fähigkeiten möglichst genutzt werden, beschränken wir uns auf diskrete, diplomatische Unterstützung und Anleitung.
    Wir möchten dem Bewohner so viel Unabhängigkeit und Entscheidungsfreiheit wie möglich zugestehen, selbst wenn damit gewisse Risiken in Kauf genommen werden müssen.
    Der grosse, gemütliche Wohnbereich mit Küche und herrlichem Blick auf See und Berge ist der zentrale Lebensraum unserer Abteilung. Hier wird der Alltag gemeinsam gelebt: Rüsten, kochen, backen, haushalten, essen, zusammen Zeitung lesen und viele andere Tätigkeiten knüpfen dort an, wo die BewohnerInnen ihre Ressourcen und Möglichkeiten ein Leben lang aufgebaut haben.
    Über den ganz speziell abwechslungsreich gestalteten Garten und die grosse Terrasse freuen sich die Bambusgarten-BewohnerInnen sehr. Auch dieser Teil ist auf die besonderen Bedürfnisse von Demenzerkrankten abgestimmt.
    Die BewohnerInnen entscheiden je nach Lust und Laune, an welchen Aktivitäten oder Veranstaltungen des Alterszentrum Hofmatt sie teilnehmen möchten.
    Die Nachmittage verbringen wir vom Bambusgarten mit einkaufen, spazieren, Ausflügen, malen und gestalten, singen, turnen, Spiel und Spass, etc.
    Das gemeinsame Nachtessen mit gemütlichem Beisammensein und Fernsehen beschliesst dann den Tag. Die BewohnerInnen entscheiden selber, wann sie zu Bett gehen möchten.
    Die Arbeit mit desorientierten Menschen zeigt auch uns manchmal unsere Grenzen. Wenn wir aber offen sind für die vielen, oft unscheinbaren Erlebnisse, bereichert uns das sehr in unserem täglichen Engagement.
    Wir sind bereit, uns auf die Gefühlswelt der
    dementen BewohnerInnen einzulassen und werden dadurch
    ermutigt, unsere Ausdrucksmöglichkeiten zu erweitern, kreativ zu sein und immer wieder Neues zu wagen!

       
       
    Bambusgarten
       
     

       
     

    5 Ein- und Zweier-Zimmer mit WC/Dusche
    Tages- und Ferienplätze